Brynolf Wennerberg und Bad Aibling

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RETROSPEKTIVE zum 150. GEBURTSTAG

Brynolf Wennerberg wurde am 12. August 1866 in Schweden geboren.
Die ersten 48 Jahre seines Lebens war Wennerberg fast immer unterwegs, ein rastloser Weltenbummler, ein – so scheint es heute – unruhiger Geist, immer vielleicht auch auf der Suche nach neuen Erfahrungen und begierig, sich technisch und künstlerisch weiter zu entwickeln, um dann schließlich zu einem ‚Aiblinger Maler‘ zu werden.

Ein Maler  in Bad Aibling.

Ab 1915 wohnte er 36 Jahre lang in dem kleinstädtischen Kurort im Kreuzungspunkt zwischen München-Salzburg und Innsbruck-Landshut. Und natürlich in der Nähe des geliebten Chiemsees.

Brynolf Wennerberg konnte nach Ausbruch des 1. Weltkrieges nicht mehr an seinen Wohn- und Arbeistort in Frankreich zurückkehren. Sämtliche Arbeiten aus seinem Atelier in Paris wurden beschlagnahmt und sind bis heute fast zur Gänze nicht mehr aufgetaucht.

Der Weltenbummler wurde in Bad Aibling sesshaft. Die „Villa Mina“ – heute das Hotel Biehler am Kurpark –  wird das Domizil der Familie Wennerberg bis zu seinem Tod im Jahr 1950.
In Bad Aibling gehörte Wennerberg bald zum ‚Stadtbild‘. Täglich spazierte er vom der ‚Villa Mina‘ zu seiner Arbeitsstätte im ehemaligem Atelier des des großen deutschen Realisten Wilhelm Leibl.
In Aibling erzählt man sich, dass man die Uhr nach Wennerberg stellen konnte wenn er auf dem Weg zur Arbeit war.

Auch in das soziale Leben des beschaulichen Kurortes muss sich Wennerberg schnell eingegliedert haben. In zahlreichen Familien in Bad Aibling existieren Bilder von Wennerberg, die oftmals ein Familienmitglied abbilden oder ein Motiv aus der Gegend.

Kunsttradition in Bad Aibling

Wennerberg reiht sich in ein in eine beachtliche Kunsttradition auf die Bad Aibling durchaus stolz ist.
Namen wie Wilhelm Leibl, Johann Sperl, Hans Müller-Schnuttenbach, Prof. Hermann Urban oder Willi Kreuzer werden unmittelbar mit Bad Aibling in Verbindung gebracht. Künstlerpersönlichkeiten wie Leo von Welden, Prof. Sepp Hilz und Heinrich Aigner gründeten 1950 den Kunstverein Bad Aibling e.V. um die Kunsttradition in Bad Aibling nach dem Krieg weiter zu pflegen.
Und auch die  zeitgenössische Kunst lebt weiter mit enomierten Künstler wie z.B. Peter Tomschiczek dessen Kunst aus der Kurstadt nicht wegzudenken ist.

Anlässlich des 150. Geburtstag veranstaltet der Kunstverein Bad Aibling e.V. einen große Retrospektive über zwei Galerien.
Da wird es einiges geben was man zum Thema Wennerberg noch nicht gesehen hat…